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Das Ehrenmal der k.u.k. Kriegsmarine

1928 entstand der Plan für die ehemalige k.u.k. Kriegsmarine ein Denkmal zu errichten. Ab Dezember 1928 wurden die Mitglieder des 1924 gegründeten Vereins ”Marine Verband“ (heute: ”Marineverband Wien“) zu Spenden aufgerufen. Im März 1929 erfolgte eine Ausschreibung und es trafen zahlreiche Entwürfe ein, wovon drei in die engere Auswahl genommen wurden. Diese entsprachen jedoch nicht den Vorstellungen, daher wurden weitere Vorschläge eingeholt. Auch die Standortfrage war lange Zeit ungelöst. Für ein Denkmal im Freien fehlten das Geld und der nötige Platz. Der ursprüngliche Plan, das Ehrenmal an der Außenwand der Michaelerkirche (Pfarre St. Michael, Wien) anzubringen, wurde vom Denkmalamt abgelehnt. Daher wurde beschlossen, das Denkmal in der Blasiuskapelle anzubringen. Schließlich wurde mit Prof. Hans Schwathe eine Vereinbarung getroffen und der besichtigte Entwurf entsprach den Vorstellungen. Auch die Kirche und das Denkmalamt gaben ihre Zustimmung.

Für die Enthüllung wurde Pfingstsonntag, der 15. Mai 1932, der Jahrestag des Seegefechts in der Otrantostraße (1917) festgesetzt. Für das gesamte Pfingstwochenende wurden zahlreiche Wiedersehensfeiern und Veranstaltungen geplant. Die Kosten schlugen sich insgesamt mit ÖS 32.880, - (entspricht heute ~ € 116.800, -) zu Buche.

Aufstellung der Festgäste vor der Michaelerkirche, 15. Mai 1932

Wiedersehensfeier der ehem. Angehörigen der k.u.k. Kriegsmarine im Militärkasino

Beschreibung des Ehrenmals: Auf grauem Marmor sind in Bronze das Meer und die Schiffe der k.u.k. Kriegsmarine ohne Flagge dargestellt. Der Künstler läßt die Flotte, die ihre Heimat verloren hat, im Nebelhaften treiben. Darüber schwebt ein Adler, der die Lorbeerbekränze und die unbesiegt gebliebene rot-weiß-rote Kriegsflagge heimwärts bringt. Das Meer brandet nach vorne zu den Sinnbildern des Glaubens und der Hoffnung, dem Kreuz und dem Anker. An der Kette des Ankers ist ein Glied gebrochen, der symbolische Ausdruck für die Tragik eines unfaßbar harten Schicksals.

Marine-Ehrenmal in der Michaelerkirche

Am Sockel ist unter dem Emblem der k.u.k. Kriegsmarine – Anker und Krone – die Inschrift ”Der Kriegsmarine Österreich-Ungarns“ angebracht.

Der “Marineverband Wien” gedenkt beim Ehrenmal am ersten Samstag im November der Gefallenen der k.u.k. Kriegsmarine und der verstorbenen Mitglieder.


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